Wir feiern am Mittwoch, 15.09.2021
– gerne mit Ihnen –
10 Jahre !!! Jugend Aktiv Plus.

WEGE IN DIE ZUKUNFT

Vor allem für junge Menschen, die schwierige familiäre Bedingungen, eine Migrationsgeschichte oder  Schwierigkeiten beim Übergang in Ausbildung, Arbeit oder Beruf haben, ist der Weg oft schwer. Hier setzt das Projekt JUGEND AKTIV PLUS (JAP) an und bietet seit nunmehr zehn Jahren niedrigschwellige Unterstützung.

Adressiert werden junge Menschen mit vielschichtigen Problemen, die mit herkömmlichen Angeboten oft nicht erreicht werden. Um diese Jungerwachsenen anzusprechen, sie sozial zu stabilisieren und beruflich zu integrieren, verfolgt JAP Erfolg versprechende Ansätze: Das gelingt zum einen über den individuellen Ansatz, im Rahmen eines Case-Managements die Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmenden zu berücksichtigen, sowie über den jugendhilfespezifischen Zugang – freiwillig und niedrigschwellig im Sozialraum.

Bei JAP arbeiten zehn Träger der Jugendhilfe in ausgewählten Sozialräumen aller Hamburger Bezirke zusammen. Die Gesamtkoordination erfolgt durch die Lawaetz-Stiftung, die die Dachträgerschaft innehat.

Nach Auslaufen der letzten ESF-Förderperiode wird JAP seit Anfang des Jahres 2021 aus Mitteln der REACT EU-Initiative gefördert – dies sind Mittel, die die Europäische Union zusätzlich zur Verfügung stellt, um die Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern. Außerdem wird das Projekt aus dem Programm Sozialräumliche Angebote der Jugend- und Familienhilfe (SAJF) und von der Sozialbehörde, Amt für Familie und Amt für Arbeit und Integration gefördert.

Individuelles Beratungsangebot Kernstück des Beratungsangebotes ist ein Case-Management, das die Möglichkeit bietet, individuell auf die Wünsche und Hilfebedarfe der jungen Menschen einzugehen. Hier werden Probleme bearbeitet, Potenziale herausgearbeitet und mögliche Unterstützung im unmittelbaren Umfeld aktiviert. Ergänzend stehen vielfältige weitere Angebote zur Verfügung, wobei der Fokus vor allem darauf liegt, vorhandene Ressourcen aufzugreifen und zu stärken. Projektteilnehmer*innen haben etwa die Möglichkeit, in einem individuell gestalteten Praktikum Schlüsselqualifikationen zu erlernen und praktische Tätigkeiten zu erproben. Oder sie können sich in kleinen Lerngruppen individuell auf Prüfungen oder Berufsschulunterricht vorbereiten.

Die Zahlen bestätigen, dass der gewählte Ansatz funktioniert: Jährlich finden knapp 400 junge Menschen den Weg in das Projekt und absolvieren – meist erfolgreich – den Coaching-Prozess. Mit dem niedrigschwelligen, sozialräumlichen und freiwilligen Zugang, dem einzelfallbezogenen Ansatz und der anschließenden ganzheitlichen und verbindlichen Betreuung können rund 70 % aller erreichten Jungerwachsenen sozial stabilisiert und beruflich integriert werden. Damit ist JAP ein wichtiger Baustein zum postulierten Ziel Hamburgs „Jede und jeder wird gebraucht“

Veranstaltung

Im Jahr 2011 erfolgte die erste Ausschreibung im Rahmen des ESF-Wettbewerbsverfahrens für ein Projekt zur sozialen und beruflichen Integration von jungen Erwachsenen. Gemeinsam mit drei Trägern auf den Elbinseln gingen wir an den Start – „Jugend Aktiv“ war geboren. Im Laufe der Förderphasen kamen weitere Träger, Bezirke, Angebote und Erweiterungen des Projekttitels hinzu. Heute können wir mit zehn Jugendhilfeträgern in allen Hamburger Bezirken junge Erwachsene in schwierigen Lebenslagen unterstützen.

Unsere Jubiläumsveranstaltung eröffnet Frau Senatorin Dr. Melanie Leonhard mit einem Grußwort der Sozialbehörde.

In einem Podiumsgespräch blicken wir mit einigen der damaligen und heutigen Akteure aus der Sozialbehörde, den Bezirken und der Jugendberufsagentur „zurück und nach vorn“.

In einem Fachvortrag stellt Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim die Studie zum „Übergang zwischen Schule und Beruf – 40 Jahre Benachteiligten-förderung und jetzt?“ vor.

Über Performance und Playback-Theater geben wir Einblicke in unser Projekt.

Lassen Sie sich überraschen!

Beteiligte an der Fachveranstaltung

Anita Hüsemann
Moderation, Kaleidoskop e.V.

Sieglinde Ritz
Projektleitung Jugend Aktiv Plus, Lawaetz-Stiftung

Dr. Melanie Leonhard
Senatorin, Sozialbehörde

Katrin Triebl
Projektleitung Jugend Aktiv Plus, Lawaetz-Stiftung

Podiumsgespräch

Dr. Lars Schulhoff
Abteilungsleitung Gestaltung der Jugendhilfe, Sozialbehörde, Amt für Familie

Margit Heitmann
Sozialbehörde, Fachreferentin im Amt für Arbeit und Integration, ESF-Verwaltungsbehörde

Alena Billon
Koordinatorin der Jugendberufsagentur Hamburg

Claudia Hoeck-Scharenberg
Bezirksamt Wandsbek, Jugendamt, Netzwerkmanagement Allgemeiner Sozialer Dienst Steilshoop

Gabi Spieker
ehemals Abteilungsleitung, Gestaltung der Jugendhilfe, BASFI Amt für Familie

Hansjörg Diers
ehemals Bezirk HH-Mitte Jugendamt und Sozialraummanagement, ehemals BASFI, Amt für Familie, derzeit Koordination Jugendberufsagentur Lübeck

Peter Gorzkulla-Lüdemann
ehemals Projektleiter der Jugendberufsagentur Hamburg, derzeit Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, Kiel

Susanne Hoyer
Gangway e.V., Bereichsleitung für Ambulante und Sozialräumliche Hilfen /Jugend Aktiv Plus

Angebote Jugend Aktiv Plus

Marion Justinski
Jugend Aktiv Plus, IN VIA Hamburg e.V., Dipl.- Sozialpädagogin mit Schwerpunkt Tanz- und Musiktherapie

Shary von Pless
Jugend Aktiv Plus, IN VIA Hamburg e.V.

Fachvortrag

Prof. Dr. Wolfgang Schröer
Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik

Play Back Bühne

Dorothea Erl
Playback Bühne

Ulrike Krogmann
Playback Bühne

Das Projekt wird als Teil der Reaktion der Europäischen Union auf die COVID-19-Pandemie und von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.